Einsortiert unter Sinfonie

Nikolaus und Nikolaus Harnoncourt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto: merkur-online.de

Heute hat der berühmte, 1929 in Berlin geborene Nikolaus Harnoncourt sowohl Namenstag als auch Geburtstag. Der österreichische Dirigent, Cellist und Musikschriftsteller spielte einige Zeit bei den Wiener Sinfonikern, bevor er anfing zu dirigieren, zu lehren und zu schreiben. Sein erfolgreichstes Buch trägt den Titel “Musik als Klangrede: Wege zu einem neuen Musikverständnis. Essays un Vorträge“. Harnoncourt wird als einer der “wichtigsten Protagonisten der historischen Aufführungspraxis” (merkur-online.de) und einer der “wenigen wirklichen Weltstars unter den Dirigenten” (harnoncourt.info) bezeichnet. “Mit Auftritten wie beim Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker erreicht er ein Millionenpublikum – mit der gleichen Leidenschaft und dem flammenden Ernst, mit denen er überall auf der Welt konsequent vor allem eines ist: ein wahrer Diener der Kunst.”

Es folgt eine von Harnoncourt dirigierte Version der Moldau von Bedřich Smetana.

Getaggt mit , , , , , ,

Die elfte Sinfonie

Eine bewegende Sinfonie über den Sankt Petersburger “Blutsonntag” des Jahres 1905. Ein halbes Jahrhundert, nachdem ein friedlicher Sternmarsch für menschenwürdigere Arbeitsbedingungen, Meinungs- und Religionsfreiheit von den Soldaten der Armee des Zaren niedergeschossen wurde, stellte Schostakowitsch sein historienkritisches Werk dem, unterdessen sowjetischen Publikum vor.

Ein weiteres halbes Jahrhundert später, ist das Stück sowie die Thematik wieder erschreckend aktuell. Die Repressionen, die zum “Arabischen Frühling” führten oder diesen zu unterdrücken versuchten, gilt es für unsere Gesellschaft auch kulturell zu verarbeiten. Bis neue Werke geschaffen werden, die der politischen Komplexität und gesellschaftlichen Dramatik, sowie dem entstandenen individuellen Leid, auf intellektueller sowie emotionaler Ebene gerecht werden, mag es ratsam sein einen Blick in die musikalische Vergangenheit zu werfen. So zum Beispiel auf die 11. Sinfonie des bedeutenden russischen Komponisten und Pianisten Schostakowitsch.

Das Werk ist in g-moll geschrieben und besteht aus vier Sätzen, die thematisch unterteilt sind. Der erste Satz heißt “Der Palastplatz” und ist als Adagio notiert. Es folgen der zweite Satz mit dem Titel “Der neunte Januar” (Allegro), ein dritter Satz als “Ewiges Andenken” (Adagio) und zum Schluss das Allegro non troppo mit dem Namen “Sturmgeläut”. Der letzte Satz ist ein hoffnungsvoller Blick in die Zukunft. Er ist Ausdruck der Vision eines politischen Umbruchs, wie sie auch in den Köpfen der heutigen Vordenker der Revolution entstanden ist. Durch den Blickwinkel der Moderne, mag uns der letzte Teil des Werkes an den erwünschten Wechsel der Jahreszeiten,  hin zu einem “arabischen Sommer”, dessen Früchte in den Herzen der Kinder der Revolution heranreifen, erinnern.

Getaggt mit , , , , , , , , , , ,
Follow

Bekomme jeden neuen Artikel in deinen Posteingang.

Join 388 other followers