Premiere: Ariadne auf Naxos in Hamburg

Einen wunderschönen Abend durfte ich am Sonntag in der Staatsoper erleben. Dort feierte Christian Stückls Neuinszenierung von “Ariadne auf Naxos” Premiere. Nachdem mir bereits zuvor im Rahmen der Proben erste Einblicke gewährt wurden, hatte sich nun das Hamburger Publikum versammelt, um der wunderbaren Musik von Strauss zu lauschen. Die Sänger waren großartig – insbesondere der Komponist, gesungen von Cristina Damian. Außerdem brillierten an diesem Abend Anne Schwanewilms als Ariadne, Johan Botha als Tenor und Hayoung Lee als verführerische Zerbinetta.

Foto: Monika Ritterhaus

Hier außerdem der Bericht des Hamburg Journals.

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Danke für den Musik-Blogger Award!

Nach langer Zeit komme ich nun endlich dazu Imke Behr (Flimbes Blog) für den Musik-Blogger Award zu danken und selber einige weitere Blogs zu nominieren…

 

 

 

 

 

Die Regeln:

1. Der Award richtet sich ausschließlich an deutschsprachige Musikblogs. Gestartet in der Klassik-Szene, in der es leider nur eine Handvoll Blogs zu geben scheint. Darf er aber auch gerne in andere Musiksparten verteilt werden. Hauptsache, es geht auf den Blogs vorrangig um Musik und sie sind auf Deutsch geschrieben.

2. Wenn Du den Award annimmst, verfasse bitte einen Artikel dazu auf Deinem Blog, inklusive des Bildes (bitte nicht direkt verlinken sondern selbst runter- und wieder hochladen!). Wenn Du magst kannst Du das Bild auch in Deine Sidebar packen und mit dem Artikel verlinken.

3. Nominiere 5-10 Deiner Meinung nach empfehlenswerte Blogs aus der Musiksparte, verlinke sie, benachrichtige die jeweiligen Blogs (z.B. durch einen Kommentar bei ihnen) und stelle die Blogs mit Link kurz für Deine Leser vor.

 

Die Nominierungen:

1. Flimbes Blog

An Imke Behr für ihr tolles, hochwertiges und sorgfältig beliefertes Musikerblog, das zu meinen absoluten Lieblingen gehört.

2. Peukers Blog

An Uwe Peuker, über dessen schöne Musik- und Bildbeiträge ich mich immer freue.

3. Kulturtechno

An Johannes Kreidler, einen großartigen Künstler, mit einem lesenswerten Blog.

4. Weltsicht aus der Nische

Blog des Musikers und Komponisten Stefan Hetzel. Vor kurzem entdeckt und als sehr gut befunden.

5. Kuulama – Listen

Ein Blog mit viel Musik. Werde ich mir genauer ansehen…

6. Call Me Appetite

Und noch ein schönes Musikblog.

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Sonntag, Kuchen und Musik

 

Letzten Sonntag habe ich für meine Kolleginnen an der Oper einen Kuchen gebacken. Kirsch-Mandel-Streuselkuchen. Da ich das Eiweiß beim Backen nur ungern wegschmeiße, habe ich mir angewöhnt Baiser daraus zu machen. Und damit sich das etwas abwechslungsreicher gestaltet, habe ich sie diesmal in Notenschlüssel-Form gemacht. Das schießt mich zwar auf der “Nerd-Skala” um ein gutes Stück nach vorne, sieht aber am Ende wirklich niedlich aus. Und schmeckt…

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Musikzitat #17 – Vincent Van Gogh

Mit einem Bild möchte ich etwas Tröstliches sagen, so wie Musik tröstlich ist.

(Vincent Van Gogh)

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Il Baribiere di Siviglia – in Hamburg

Vor vielen Jahren habe ich den “Il Barbiere di Siviglia” im Orchester begleitet. Spätestens seit diesem Zeitpunkt liebe ich Rossinis Meisterwerk. Die Oper ist äußerst unterhaltsam, überdurchschnittlich komisch und gleichzeitig wunderschön.

Eine ganz hervorragende Inszenierung derselben durfte ich neulich an der Hamburgischen Staatsoper erleben. Dabei war ich von Kostüm, Kulisse, Orchester und den Sängern gleichermaßen begeistert. Mit Tränen der Belustigung und des Schwermuts, die mir die Blödeleien des Figaro oder die traumhaft schönen Arien des Grafen Almaviva in die Augen trieben, verbrachte ich einen besipielhaften gelungenen Opernabend. Ich kann mich nur bedanken…

Insbesonder bei Lawrence Brownlee, der den Conte d’Almaviva sang, bei der reizenden Tara Erraught als Rosina und bei einem hervorragenden Figaro – Rodion Pogossov. Außerdem bei Renato Girolami (Don Bartolo), Tigran Martirossian (Basilio), Thomas Florio (Fiorillo) und Katja Pieweck (Berta).

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Einstein beim Geigen

Einsteins wichtigstes Instrument war seine Geige. Es heißt er habe die Berliner Akademie der Wissenschaften nie ohne seinen Geigenkasten betreten. Bei einem Vortrag in Prag habe er anstatt über Physik zu sprechen, einfach Mozart gespielt. Zusammen mit Bach und einigen früheren Italienern und Engländern zählte dieser nämlich zu seinen Lieblings-Komponisten. Ein Meister wie Beethoven soll ihm schon zu modern gewesen sein.

Sein Sohn Hans Albert Einstein sagte einmal: „Immer wenn [mein Vater] das Gefühl hatte, ans Ende eines Weges gekommen zu sein, oder wenn er sich in der Arbeit einer wichtigen Herausforderung gegenüber sah, suchte er Zuflucht in der Musik und das löste all seine Schwierigkeiten“.

Der ansonsten eher wenig emotionale Einstein wird wie folgt zitiert: die Geige “hilft mir alles zu sagen und zu singen, was ich mir gar oft in dürren Gedanken auch nicht im mindesten zugestehe, sondern höchsten drüber lache, wenn ich es in anderen sehe.“

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Don Giovanni in Hamburg

Mozarts “Don Giovanni” gehört ohne Frage zu meinen Lieblingsopern. Besonders gefällt mir die Inszenierung mit Rodney Gilfry in der Titelrolle, László Polgár als Leporello und der hervorragenden Cecilia Bartoli in der Rolle der erzürnten Donna Elvira.

In Hamburg brachte die Erfolgsautorin Doris Dörrie das beliebte Meisterwerk auf die Bühne. Anders als ihr “Così fan tutte” unter Barenboim in Berlin ist die Hamburger Inzenierung unter der musikalischen Leitung von Simone Young äußerst umstritten. Dabei sei gesagt, dass Frau Dörrie bereits zuvor für ihren “Rigoletto” an der Bayerischen Staatsoper schwere Kritik einstecken musste. So kürte die Zeitschrift “Operwelt” die damalige Veranstaltung sogar zum “Ärgernis des Jahres”. Daran gemessen fielen die Kritiken für die Aufführungen an der Dammtorstraße noch recht harmlos aus.

Mir persönlich gefiel das bunte Spektakel ganz gut. In Anlehnung an das mexikanische Totenfest „Día de la Muerte“ verbildlichte Dörrie die ständige Todesangst Don Giovannis mit knalligen Farben und Kronleuchtern aus Knochen und Totenköpfen.

Für alle, die das Stück nicht kennen folgen hier ein paar Worte der Hamburger Opernintendantin Simone Young zum Inhalt:

“Beim Titelhelden handelt es sich um einen Mann, dem keine Frau widerstehen kann. Mit seinem Charakter verbinden sich Sinnlichkeit, Glanz und Tem­po. Sein enormer Mut, seine Abenteuerlust sind imponierend, und er nimmt es am Ende sogar mit dem Tod auf. Diese Geschichte verbindet Mozart mit einer Musik, die man im besten Sinn des Wortes als traumhaft schön bezeichnen kann, wobei es ihm gelingt, auch noch so manchen Ohrwurm in der Partitur zu verankern. [...] Man könnte sagen, dass Drama und Musik sich gegenseitig beflügeln und vorantreiben. Ich kann mir diese Geschichte ohne Mozarts Musik schwer vorstellen. Ich mag die Bezeichnung Dramma giocoso (heiteres Drama), weil dies schon in sich einen Widerspruch trägt. Die Musik verweigert eine klare Festlegung zum Lust- oder Trauerspiel. Elemente der Seria und Buf­fa sind gleichermaßen in »Don Giovanni« enthalten, und zwar nicht abwechselnd, sondern gleichzeitig einander be­dingend und durchdringend. Vor allem die Figuren enthalten das Paradoxe, das wir in der Musik finden: Donna Anna ist eine sehr rätselhafte Figur, auf der einen Seite so leidenschaftlich, auf der anderen Seite so klassisch und kühl; Donna Elvira ist auf der einen Seite rä­chen­der Engel, auf der anderen Seite die echte Liebende in dem Stück. Zerlina ist teils unschuldiges Mädchen, teils raffinierte junge Frau und singt zusammen mit Don Giovanni eines der sinnlichsten Duette der gesamten Opernliteratur.”
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