“Musik kann das Unbestimmbare bestimmen und das Unkommunizierbare kommunizieren.” (Leonard Bernstein)
Ein schönes Bild dazu, konnte ich auf der Seite Scribble, Scrabble, Babble des Künstlers David Derrick finden:
Foto: merkur-online.de
Heute hat der berühmte, 1929 in Berlin geborene Nikolaus Harnoncourt sowohl Namenstag als auch Geburtstag. Der österreichische Dirigent, Cellist und Musikschriftsteller spielte einige Zeit bei den Wiener Sinfonikern, bevor er anfing zu dirigieren, zu lehren und zu schreiben. Sein erfolgreichstes Buch trägt den Titel “Musik als Klangrede: Wege zu einem neuen Musikverständnis. Essays un Vorträge“. Harnoncourt wird als einer der “wichtigsten Protagonisten der historischen Aufführungspraxis” (merkur-online.de) und einer der “wenigen wirklichen Weltstars unter den Dirigenten” (harnoncourt.info) bezeichnet. “Mit Auftritten wie beim Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker erreicht er ein Millionenpublikum – mit der gleichen Leidenschaft und dem flammenden Ernst, mit denen er überall auf der Welt konsequent vor allem eines ist: ein wahrer Diener der Kunst.”
Es folgt eine von Harnoncourt dirigierte Version der Moldau von Bedřich Smetana.

Itau Talgams TED Talk “Lead like the great conductors” ist eine hervorragende Zusammenstellung verschiedener Stile des Dirigierens. Wer sich schon immer gefragt hat, was dieser “Hampelmann” an der Spitze des Orchester, eigentlich dort zu suchen hat, kommt in diesem Vortrag auf seine Kosten. Ersehnte, nachvollziehbare Antworten auf die Frage nach der Aufgabe des Dirigenten werden gegeben und anhand prominenter Beispiele, wie Riccardo Muti, Richard Strauß, Herbert von Karajan, Carlos Kleiber und Leonard Bernstein, veranschaulich.
Nach 15 Jahren Orchestererfahrung kann ich nur hinzufügen, dass es tatsächlich einen großen Unterschied macht, von wem man dirigiert wird. Neben dem Dirigierstil, spielt dabei auch die Art der Probenarbeit eine große Rolle.
Obwohl hier TED Talks immer über Youtube geposted werden, gibt es auch die Möglichkeit die Vorträge direkt auf der Seite von TED zu gucken. Dort lassen sich deutsche Untertitel hinzuzufügen.
Einen Tag vor meiner Abreise nach Paris ein kleiner Abschiedsgruß: Mein absoluter Lieblings TED Talk über Musik!
Wem der Name Bobby McFerrin nichts sagt, der hat zumindest schon einmal den Song “Don’t worry be happy!” gehört. Der US-amerikanische Musiker ist nämlich neben seiner Ausbildung im Instrumentalspiel (Klavier, Flöte, Klarinette) vor allem für seine artistische Vokalstimme bekannt. Ob im Bereich der Klassik oder im Jazz – der Sohn des ersten afroamerikanischen Opernsängers beweist überall seine Talente und sein Können. Außerdem ist der facettenreiche Vokalkünstler seit 1990 auch Dirigent. Neben Unterrichtsstunden bei Leonard Bernstein und Seiji Ozawa hat er im Mai 2004 anlässlich der EU-Erweiterung sogar die Wiener Philharmoniker dirigiert. Er arbeitet zudem als Dozent. So war er beispielsweise 2001 an der Hochschule der Künste in Berlin als Gastprofessor im Bereich Jazz tätig.