Getaggt mit Geige

Einstein beim Geigen

Einsteins wichtigstes Instrument war seine Geige. Es heißt er habe die Berliner Akademie der Wissenschaften nie ohne seinen Geigenkasten betreten. Bei einem Vortrag in Prag habe er anstatt über Physik zu sprechen, einfach Mozart gespielt. Zusammen mit Bach und einigen früheren Italienern und Engländern zählte dieser nämlich zu seinen Lieblings-Komponisten. Ein Meister wie Beethoven soll ihm schon zu modern gewesen sein.

Sein Sohn Hans Albert Einstein sagte einmal: „Immer wenn [mein Vater] das Gefühl hatte, ans Ende eines Weges gekommen zu sein, oder wenn er sich in der Arbeit einer wichtigen Herausforderung gegenüber sah, suchte er Zuflucht in der Musik und das löste all seine Schwierigkeiten“.

Der ansonsten eher wenig emotionale Einstein wird wie folgt zitiert: die Geige “hilft mir alles zu sagen und zu singen, was ich mir gar oft in dürren Gedanken auch nicht im mindesten zugestehe, sondern höchsten drüber lache, wenn ich es in anderen sehe.“

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Konzert im Königlichen Schloss

Letzten Sonntag waren wir im Königlichen Schloss zu einem Konzert geladen. Zu Anlass eines ungarischen Festtages gaben dort ein ungarischer Pianist und eine ungarische Band ihre “landestypische” Musik zum besten. Beide Auftritte waren unglaublich gut. Nach einem schönen Tag in der Altstadt durften wir also einen musikalisch äußerst unterhaltsamen Abend genießen, den wir später bei einem Glas Wein gemütlich ausklingen ließen.

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Architektur & Musik #1

So könnte mein späteres Eigenheim auch gerne aussehen. Oder natürlich das Bürogebäude für “Taktgefuehle”.

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Roboter Geiger!

Es war nur eine Frage der Zeit. Wir Geiger werden wohl bald überflüssig. Zumindest kommt dieses Gefühl auf, wenn man Bilder wie dieses, nämlich das Foto eines Roboters aus Bangkok der Geige spielt, entdeckt. Ich habe es auf stern.de bei den Bildern des Tages gesehen und will seit dem unbedingt einen davon haben.

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Probe mit Jolente De Maeyer

Heute um 19:30 findet unsere erste Orchesterprobe mit Jolente De Mayer statt. Ich freue mich sehr darauf, diese schöne, junge Geigerin live Beethoven spielen zu hören und darüber hinaus persönlich kennen zu lernen.

Die 1984 in Brüssel geborene Jolente, begann mit vier Jahren Geige und Klavier zu spielen. Mit 14 Jahren wurde sie an der “Yehudi Menuhin School” in England aufgenommen. Sie studierte außerdem am “Royal College of Music” in London, sowie an der “Hochschule für Musik Hanns Eisler” in Berlin. 2008 wird sie am “Queen Elizabeth College of Music” aufgenommen, um ihr Spielen in der Klasse von Augustin Dumay zu perfektionieren. Jolente begann im Alter von sechs Jahren an nationalen und internationalen Wettbewerben teilzunehmen. So wurde sie 1990 die bislang jüngste Gewinnerin des flämischen “Jong Tenuto” Preises. Später gewann sie den ersten Preis beim “Charles de Bériot Wettbewerb” in Brüssel. Sie war außerdem Preisträgerin bei mehreren internationalen Wettbewerben, wie dem “Cardona International Wettbewerb” in Portugal, dem “International Violin Wettbewerb Liana Issakadze” in Russland (2004), sowie dem “British International Violin Wettbewerb” in London (2005).

Jolente spielte als Solist mit Orchestern wie dem “Symphonieorchester Yehudi Menuhin”, dem “Flämischen Radio-Orchester”, der “Flämischen Philharmonie”, dem “St. Petersburg State Academic Symphony Orchestra” und dem “Norfolk Symphony Orchestra”. In Belgien hat sie in Konzertsälen wie dem “Bozar”, der “Elizabeth Hall”, oder dem “Roma” konzertiert. Neben Auftritten auf nationalen Festivals, wie dem “Festival von Flandern”, hatte sie viele internationale Auftritte. So zum Beispiel in Frankreich, Russland, Portugal, Kroatien, Deutschland, den Niederlanden, Spanien, der Schweiz und England, wo sie unter anderem in der “Royal Albert Hall”, der “Queen Elizabeth Hall”, den “Fairfield Halls” und der “Wigmore Hall” spielte.

Jolente gründete 2007 ein Duo mit dem Pianisten Nicholas Kende und wurde darüber hinaus Teil des Ensembles “Frescamente”. Zur Fianzierung erhielt sie ein Stipendium von InBev-Baillet Latour.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto: peeters-schrijvers.com

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Silvester mit Igudesman & Joo!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Foto: Erie Times-News ShowCase

Das Flugticket von Hamburg nach Wien ist gebucht. Es folgt die Suche nach einem Hotel. Noten und ein Video mit Tanzanleitung wurden mir bereits, von den Organisatoren des “Igudesman & Joo Silvesterkonzertes”, zugesendet. Das Ziel des Abends: Ein Weltrekord mit 100 tanzenden Geigern, Werbung für 50 Jahre UNICEF Austria und eine Menge Spaß. Schon morgen bekomme ich den endgültigen Vertrag zugesendet.

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Musikkultur und Bürgerkrieg in Sri Lanka

Im Mai 2009 kam der Bürgerkrieg in Sri Lanka, nach dem endgültigen militärischen Sieg der sri-lankischen Armee und dem Tod des Rebellenführers Velupillai Prabhakarans, sowie der gesamten Führungselite der LTTE (Liberation Tigers of Tamil Eelam), zu einem blutigen Ende. Fast 300.000 Menschen wurden mit den tamillischen Rebellen aus ihren Häusern getrieben und auf kleinen Landstreifen gefangen gehalten, um daraufhin von Land, Luft und Meer beschossen zu werden. Das Projekt eines unabhängigen Staates “Tamil Eelam” war nach 26 Jahren endgültig gescheitert. Der Krieg hatte dabei zwischen 80.000 und 100.000 Menschenleben gefordert. Während die grenzüberschreitende Berichterstattung unabhängiger Medien zu diesem Zeitpunkt so gut wie abgebrochen war, sodass die schrecklichen Geschehnisse der letzten Monate weitgehend undokumentiert blieben, schaffte es Priyath Liyange vom BBC, einige Aufnahmen zu erlangen und auszuwerten. Dabei erhaschte er einen zufälligen Blick auf einen kleinen Jungen mit Geigenkasten, auf der Flucht durch das Schlachtfeld. Fasziniert von dieser Gestalt, die sich zu so schweren Zeiten für das eigene Instrument als wichtigstes Gut entschieden hatte, machte sich der Reporter nun, zwei Jahre später, auf die Suche nach dem musikliebenden Kind. Er fragte sich: “At a time when people took the one thing they could carry, why was the instrument so precious?” [BBC] Nur mit wenigen Gefährten und einem Bild des Jungen ausgestattet, begleitete ihn die reine Hoffnung fündig zu werden auf dem Weg durch ein neues Sri Lanka nach dem Krieg. Auf seiner Suche begegnete er anderen sri-lankischen Musikern, von denen zumindest einige es geschafft hatten ihre Instrumente durch das Chaos und die Zerstörungen der Kämpfe zu retten.

Der Film bietet einen seltenen Einblick auf die verheerenden Folgen von Krieg auf die Musikkultur. Während Kämpfe eigentlich keine Zeit und keinen Raum für, über das Grundlegendste hinaus gehende Güter bieten, gibt es doch stets Menschen denen das eigene Instrument so wichtig ist, dass sie es allem anderen, vielleicht sogar Lebensnotwendigerem vorziehen. So auch der faszinierende kleine Junge mit seiner Violine.

BBC Film über die Suche nach dem Jungen mit der Geige!

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