Getaggt mit Hymne

Nationalhymne Belgien – La Brabançonne!

Nun verlasse ich dieses schöne Land, in dem ich in den letzten fünf Monaten viele Erfahrungen gemacht habe, die ich nicht missen möchte. Ich habe tolle belgische und internationale Freunde gefunden und wieder einmal viel über subtile, kulturelle Unterschiede gelernt. Mir wurden sowohl die Schönheiten als auch die Problematiken des Landes bewusst. So leisteten während meines Aufenthaltes hier, nach 541 Tagen ohne Regierung, schließlich Elio Di Rupo und sein 12-köpfiges Kabinett in Brüssel den Regierungseid vor König Albert II. Dabei war es äußerst spannend hautnah mitzuerleben, wie sich die Bürger zu solch einer Ausnahmesituationen verhalten. Obwohl ich mich freue nun in meine Heimatstadt zurück zu kehren, verlasse ich Belgien recht wehmütigig. Ich möchte gerne wiederkehren und werde stets herzlich auf meine Zeit in diesem liebenswerten und interessanten Land zurück blicken.

O liebes Land, o Belgiens Erde,
Dir unser Herz, Dir unsere Hand,
Dir unser Blut, dem Heimatherde,
wir schworen’s Dir, o Vaterland!
So blühe froh in voller Schöne,
zu der die Freiheit Dich erzog,
und fortan singen Deine Söhne:
“Gesetz und König und die Freiheit hoch!”

O Belgien, o teure Mutter, Dir gehören
unsere Herzen, unsere Arme!
Dir gehört unser Blut, Vaterland!
Alle schwören wir Dir: Du wirst leben!
Groß und schön wirst Du immer leben
und der Wahlspruch Deiner
unverbrüchlichen Einheit wird heißen:
Für König, Recht und Freiheit!

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Meine ERASMUS Hymne… Ai Se Eu Te Pego!

Man sucht sich ja manchmal nicht wirklich aus, welche Lieder die Erinnerungen an bestimmte Lebensabschnitte am besten einfangen. Im Falle meines ERASMUS-Aufenthaltes in Belgien ist es “ai se eu te pego” von Michel Teló. (Beinahe) kommentarlos muss ich an dieser Stelle gestehen, dass ich den recht primitiven Song mittlerweile sogar gerne mag, weil er mich an viele tolle Abende hier in Gent erinnert.

Zum ersten Mal wurde ich durch Cristiano Ronaldos Version des Tanzes auf das Lied aufmerksam. Nach einem Tor begann er auf dem Spielfeld zu tanzen. Damit wurde dem Sänger seitens der Fußballgröße ein großer Gefallen getan!

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Die Wallonische Nationalhymne

Heutzutage wird “Li Tchant de Wallons” auf französisch gesungen. Ursprünglich wurde das Lied jedoch 1900 von Théophile Bovy in wallonischer Sprache verfasst. Die Musik wurde nur ein Jahr später von Louis Hillier hinzugefügt. Im Jahre 1998 wurde das beliebte Volkslied dann als offizielle wallonische Hymne festgelegt. Im selben Zug wurde der Text an die Gegenwart angepasst. Hier folgt jedoch die originale Version mit deutscher Übersetzung, um dem Leser einen Eindruck der ur-wallonischen Kultur zu geben.

I.
Nos estans firs di nosse pitite patreye,
Wir sind auf unser kleines Vaterland stolz,
Ca lådje et lon, on djåze di ses efants.
Denn überall spricht man über seine Kinder.
Å prumî rang, on l’ mete po l’ industreye
An der ersten Reihe stellt man es für die Industrie
Et dvins les årts, ele riglatixh ostant.
Und es glänzen die Künste ebenso.
Nosse tere est ptite, mins nos avans l’ ritchesse
Unsere Erde ist klein, aber wir haben den Reichtum
Des omes sincieus k’ anôblixhèt leu nom.
Von Wissenschaftlern, deren Namen geehrt sind.
Et nos avans des libertés timpesse:
Und wir haben Freiheit der Menschen:
Vola pocwè k’ on-z est firs d’ esse Walons !
Daher sind stolz Wallonen zu sein!
II.
Di nosse passé cwand c’ est k’ on lét l’ istwere,
Von unserer Vergangenheit, wenn man davon die Geschichte liest,
On s’ recresteye vormint a tchaeke foyou.
Man hebt den Kopf, sehr stark, in jedem Heim
Et nosse cour crexhe cwand c’ est k’ on tuze al glwere
Und unser Herz wird stark, wenn man an die Ehre denkt
Di nos vîs peres ki n’ avît måy pawou.
Von unseren alten Vätern, die nie Angst hatten.
C’ est gråce a zels ki ns djouwixhans del påye.
Es sei ihnen gedankt, dass wir Frieden haben.
Il ont språtchî l’ innmi dzos leu talon.
Sie haben den Feind unter ihrem Absatz zermalmt.
On ls a rclamé les pus vayants k’ i gn åye:
Man hat sie gerühmt: die mutigsten, die sind:
Vola pocwè k’ on-z est fir d’ esse Walon !
Daher sind wir stolz Wallonen zu sein!
III.
Pitit payis, vos k’ a tant d’ grandeu d’ åme,
Kleines Land, du hast so viel Seelengröße,
Nos vos inmans bén, sins k’ nos l’ breyanxhe tot hôt.
Wir mögen dich, ohne dass wir es ganz laut rufen.
Cwand on vs kidjåze, ås ouys montèt nos låmes
Wenn man schlecht von dir spricht, kommen uns die Tränen,
Et nos sintans nosse cour bate a gros côps !
Und wir fühlen unser Herz in starken Schlägen!
N’ åyîz nole sogne et vikez e liyesse,
Habt keine Angst und lebt in Freude,
Di vos efants, les bresses et l’ cour sont bons.
Von Euren Kindern sind die Arme und das Herz gut.
Et nos avans les tchveas foirt près del tiesse:
Und wir sind bereit zu handeln:
Vola pocwè k’ on-z est fir d’ esse Walon !
Daher sind wir stolz Wallonen zu sein!
IV.
On s’ voet voltî inte frés del Walonreye
Man mag sich zwischen Brüdern von Wallonien
Et on-z est presse onk l’ ôte a s’ diner l’ mwin.
Und man ist bereit, sich gegenseitig die Hand zu reichen.
On fwait plaijhi bén sovint sins k’ on l’ deye.
Man macht einen Gefallen, sehr oft, ohne dass man es sagt.
Nouk ni s’ håynêye cwand c’ est k’ i vout fé l’ bén.
Niemand langweilt sich, wenn er das Gut machen will.
Li tchårité ki mousse el måjhinete
Barmherzigkeit kehrt in die Häuser ein
N’ î va k’ al nute avou meye precôcions.
Kommt nur Abend mit allergrößter Vorsicht.
Li pô k’ on dene on nel dene k’ e catchete:
Auch kleine Gaben gibt man nur im Verborgenen:
Vola pocwè k’ on-z est fir d’ esse Walon !
Daher sind wir stolz Wallonen zu sein!
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Die Flämische Nationalhymne

Die flämische Nationalhymne heißt “De Vlaamse Leeuw”, was übersetzt “der flämische Löwe” bedeutet. Im Jahr 1973 wurde das Lied des Komponisten Karel Miry und des Verfassers Hippoliet van Peene offiziell zur Hymne Flanderns erhoben.1838, also acht Jahre nach der Unabhängigkeit Belgiens, veröffentlichte der Schriftsteller Hendrik Conscience einen Roman ”De Leeuw van Vlaanderen”, mit dem er sich metaphorisch, doch deutlich für ein eigenständiges Flandern und gegen die Frankonisierung des Landes aussprach. Somit wurde der Löwe zum Symbol des flämischen Kampfes für politische und kulturelle Unabhängigkeit.

De Vlaamse Leeuw

Zij zullen hem niet temmen, de fiere Vlaamse Leeuw,
Al dreigen zij zijn vrijheid met kluisters en geschreeuw.
Zij zullen hem niet temmen, zolang een Vlaming leeft,
Zolang de Leeuw kan klauwen, zolang hij tanden heeft.
Zij zullen hem niet temmen, zolang een Vlaming leeft,
Zolang de Leeuw kan klauwen, zolang hij tanden heeft.

De tijd verslindt de steden, geen tronen blijven staan:
De legerbenden sneven, een volk zal nooit vergaan.
De vijand trekt te velde, omringd van doodsgevaar.
Wij lachen met zijn woede, de Vlaamse Leeuw is daar.
Zij zullen hem niet temmen…
Hij strijdt nu duizend jaren voor vrijheid, land en God;
En nog zijn zijne krachten in al haar jeugdgenot.
Als zij hem macht’loos denken en tergen met een schop,
Dan richt hij zich bedreigend en vrees’lijk voor hen op.
Zij zullen hem niet temmen…
Wee hen, de onbezonnen’, die vals en vol verraad,
De Vlaamse Leeuw komt strelen en trouweloos hem slaat.
Geen enkle handbeweging die hij uit ’t oog verliest:
En voelt hij zich getroffen, hij stelt zijn maan en briest.
Zij zullen hem niet temmen…
Het wraaksein is gegeven, hij is hun tergen moe;
Met vuur in ’t oog, met woede springt hij den vijand toe.
Hij scheurt, vernielt, verplettert, bedekt met bloed en slijk
En zegepralend grijnst hij op ’s vijands trillend lijk.
Zij zullen hem niet temmen.
Deutsche Übersetzung
Sie werden ihn nicht zähmen, den stolzen flämischen Löwen,
Wenn sie seine Freiheit auch mit Fesseln und Geschrei bedrohen.
Sie werden ihn nicht zähmen, solange ein Flame lebt,
Solange der Löwe Klauen hat, solange er Zähne hat.
Die Zeit verschlingt die Städte, kein Thron bleibt stehen:
Die Armeen gehen zugrunde, ein Volk geht nicht unter.
Der Feind zieht zu Felde, umringt von Todesgefahr.
Wir lachen über seinen Zorn, der flämische Löwe ist da!
Sie werden ihn nicht zähmen.
Tausend Jahre kämpft er nun schon für Freiheit, Land und Gott;
Und noch sind seine Kräfte von ansehnlicher Jugend.
Wenn sie ihn für machtlos halten und ihn mit Tritten reizen,
Dann richtet er sich bedrohlich und furchtbar vor ihnen auf.
Sie werden ihn nicht zähmen.
Wehe ihm, dem Unbesonnenen, der falsch und als Verräter,
Den flämischen Löwen streicheln kommt und treulos ihn schlägt.
Nicht eine Handbewegung, die er aus dem Auge verliert:
Und fühlt er sich getroffen, so stellt sich seine Mähne und er brüllt.
Sie werden ihn nicht zähmen.
Das Zeichen zur Rache ist gegeben, er ist ihre Hiebe müde;
Mit Feuer in den Augen und voll Zorn springt der dem Feind entgegen.
Er zerreißt, vernichtet, zerschmettert, bedeckt mit Blut und Schlamm
Und triumphierend grinst er auf des Feindes zitternde Leiche nieder.
Sie werden ihn nicht zähmen.

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