Getaggt mit Medien

Fantasia

Nachdem ich, in Form der Stücke des Vince Guaraldi Trios zu Peanuts Comics, ein Bespiel für die Verbindung von “Zeichentrick und Jazz” gegeben habe, folgt nun das ultimative Zusammenspiel von “Zeichentrick und Klassik”: Fantasia!

Im Jahr 1940 entstand Fantasia als eine der ersten Disneyproduktionen überhaupt. Der Soundtrack des Film bestand aus klassischer Musik, die vom Philadelphia Orchestra, unter der Führung des Dirigenten Leopold Stokowski (siehe Foto), eingespielt wurde.

Genau genommen dient bei Fantasia jedoch nicht die Musik dem Bild, sondern vielmehr das Bild der Musik. Der Film begleitet die eigentliche Musik mit Bildern, die alternativ zur Gedankenwelt des Hörers, eine mögliche Musikrezeption darstellen. Selbstverständlich wird damit eine spezifische Sichtweise und gelegentlich auch ein völlig neuartiges Verständnis der Werke präsentiert. Somit wird Fantasia zu einem völlig neuen, eigenständigen Kunstwerk.

Es folgt Disneys Interpretation des Zauberlehrlings von Paul Dukas, nach einem Gedicht von Goethe. In der Hauptrolle natürlich Mickey Mouse.

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Peanuts und Musik #10

Nach den wunderbaren weihnachtlichen Festtagen, folgt nun der vorerst letzte Beitrag meines Blogprojekts “Peanuts und Musik”. Mir hat es Spaß gemacht die Stücke zu präsentieren und ich habe mich sehr über die Reaktionen gefreut. Es handelt sich zweifelsfrei um einen hervorragenden Comic und eine, meines Erachtens, angemessen künstlerische Vertonung. Nur das geliebte kritische Biest Lucy Van Pelt mag nun noch fragen: “But is it art?”

Das Schroeder Thema!

Weitere Beiträge der Reihe “Peanuts und Musik”:

Peanuts und Musik #1

Peanuts und Musik #2

Peanuts und Musik #3

Peanuts und Musik #4

Peanuts und Musik #5

Peanuts und Musik #6

Peanuts und Musik #7

Peanuts und Musik #8

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UNHATE – Historisches Referenzobjekt!

Ich gewinne zunehmend den Eindruck, dass viele nicht automatisch auf das Referenzobjekt der Kampagne schließen. Deshalb an dieser Stelle ein kleiner Nachtrag zu meinem letzten UNHATE Artikel:

Angespielt wird mit den Bildern der neuen Werbekampagne von Benetton auf den historischen “Sozialistischen Bruderkuss”. Eine Tradition und Form der Ehrerbietung sowjetischer Machthaber untereinander, die Freude, Brüderlichkeit, Gleichheit und Solidarität ausstrahlen sollte. Alles im Rahmen der neuen Aktion unter dem Wort “unHATE” zusammengefasst. Der bekannteste Kuss dieser Art war die Begrüßung zwischen Leonid Breschnew (UdSSR) und Erich Honecker (DDR).

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Musikkultur und Bürgerkrieg in Sri Lanka

Im Mai 2009 kam der Bürgerkrieg in Sri Lanka, nach dem endgültigen militärischen Sieg der sri-lankischen Armee und dem Tod des Rebellenführers Velupillai Prabhakarans, sowie der gesamten Führungselite der LTTE (Liberation Tigers of Tamil Eelam), zu einem blutigen Ende. Fast 300.000 Menschen wurden mit den tamillischen Rebellen aus ihren Häusern getrieben und auf kleinen Landstreifen gefangen gehalten, um daraufhin von Land, Luft und Meer beschossen zu werden. Das Projekt eines unabhängigen Staates “Tamil Eelam” war nach 26 Jahren endgültig gescheitert. Der Krieg hatte dabei zwischen 80.000 und 100.000 Menschenleben gefordert. Während die grenzüberschreitende Berichterstattung unabhängiger Medien zu diesem Zeitpunkt so gut wie abgebrochen war, sodass die schrecklichen Geschehnisse der letzten Monate weitgehend undokumentiert blieben, schaffte es Priyath Liyange vom BBC, einige Aufnahmen zu erlangen und auszuwerten. Dabei erhaschte er einen zufälligen Blick auf einen kleinen Jungen mit Geigenkasten, auf der Flucht durch das Schlachtfeld. Fasziniert von dieser Gestalt, die sich zu so schweren Zeiten für das eigene Instrument als wichtigstes Gut entschieden hatte, machte sich der Reporter nun, zwei Jahre später, auf die Suche nach dem musikliebenden Kind. Er fragte sich: “At a time when people took the one thing they could carry, why was the instrument so precious?” [BBC] Nur mit wenigen Gefährten und einem Bild des Jungen ausgestattet, begleitete ihn die reine Hoffnung fündig zu werden auf dem Weg durch ein neues Sri Lanka nach dem Krieg. Auf seiner Suche begegnete er anderen sri-lankischen Musikern, von denen zumindest einige es geschafft hatten ihre Instrumente durch das Chaos und die Zerstörungen der Kämpfe zu retten.

Der Film bietet einen seltenen Einblick auf die verheerenden Folgen von Krieg auf die Musikkultur. Während Kämpfe eigentlich keine Zeit und keinen Raum für, über das Grundlegendste hinaus gehende Güter bieten, gibt es doch stets Menschen denen das eigene Instrument so wichtig ist, dass sie es allem anderen, vielleicht sogar Lebensnotwendigerem vorziehen. So auch der faszinierende kleine Junge mit seiner Violine.

BBC Film über die Suche nach dem Jungen mit der Geige!

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UNHATE – Film und Fotos

Da Leonidas mich auf die Idee brachte gelegentlich auch Werbungen mit schöner Musik zu posten, und momentan die neue UNHATE Kampagne von Benetton dabei ist für Aufsehen zu sorgen (u.a. auf Spookyfilm’s Blog), soll diese Werbeaktion auch vonseiten meines Blogs unterstützt werden. Mir persönlich gefallen sowohl die Bilder des Projekts, als auch der dazugehörige Film mit seiner sorgfältig gewählten Filmmusik.

Es wäre jedoch sehr interessant ein paar weitere Meinungen dazu zu hören. Was haltet ihr von der Kampagne? Zu provokant oder zu langweilig? Nichts besonderes oder sogar geschmacklos?

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Eine rührende Weihnachtswerbung

Eine bewegende Weihnachtswerbung für all jene, die es kaum abwarten können ihre Liebsten zu beschenken. Die musikalische Untermalung liefert eine, mit weiblicher Stimme eingesungene Version des Smith-Songs “Please, please, please”.

Und hier die Originalversion von “The Smiths”

Good times for a change
See the luck I’ve had
Could make a good man turn bad

So please, please, please
Let me, let me, let me
Let me get what I want
This time

Haven’t had a dream in a long time
See the life I’ve had
Could make a good man bad

So for once in my life
Let me get what I want
Lord knows it would be the first time
Lord knows it would be the first time

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Peanuts und Musik #3

Dieser erste für die Peanuts geschriebene Song von Vince Guaraldi heißt “Linus & Lucy” und gehört wohl zu den bekanntesten. Er wird häufig auch als “The Peanuts Theme” bezeichnet.

Linus van Pelt ist der beste Freund Charlie Browns und der große Bruder von Rerun van Pelt. Er ist dafür bekannt, fast immer eine Schmusedecke bei sich zu tragen. Seine große Schwester Lucy hat einen recht schwierigen Charakter und schrecklichen Spaß daran, ihn und Charlie Brown zu unterdrücken. Es heißt, Charles M. Schulz hätte Züge seiner Frau in den Charakter einfließen lassen. Absurder Weise, führt das zynische Mädchen neben ihrer Tätigkeit als “bully” eine kleine psychologischer Beratungsstelle, die von den Peanutscharakteren gerne besucht wird.

Bild: Charles M. Schulz

Für Jazz-liebende Pianisten füge ich einen Link zu freien Noten des Stückes bei.

Weitere Artikel der Reihe “Peanuts und Musik”:

Peanuts und Musik #1

Peanuts und Musik #2

Peanuts und Musik #4

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Die elfte Sinfonie

Eine bewegende Sinfonie über den Sankt Petersburger “Blutsonntag” des Jahres 1905. Ein halbes Jahrhundert, nachdem ein friedlicher Sternmarsch für menschenwürdigere Arbeitsbedingungen, Meinungs- und Religionsfreiheit von den Soldaten der Armee des Zaren niedergeschossen wurde, stellte Schostakowitsch sein historienkritisches Werk dem, unterdessen sowjetischen Publikum vor.

Ein weiteres halbes Jahrhundert später, ist das Stück sowie die Thematik wieder erschreckend aktuell. Die Repressionen, die zum “Arabischen Frühling” führten oder diesen zu unterdrücken versuchten, gilt es für unsere Gesellschaft auch kulturell zu verarbeiten. Bis neue Werke geschaffen werden, die der politischen Komplexität und gesellschaftlichen Dramatik, sowie dem entstandenen individuellen Leid, auf intellektueller sowie emotionaler Ebene gerecht werden, mag es ratsam sein einen Blick in die musikalische Vergangenheit zu werfen. So zum Beispiel auf die 11. Sinfonie des bedeutenden russischen Komponisten und Pianisten Schostakowitsch.

Das Werk ist in g-moll geschrieben und besteht aus vier Sätzen, die thematisch unterteilt sind. Der erste Satz heißt “Der Palastplatz” und ist als Adagio notiert. Es folgen der zweite Satz mit dem Titel “Der neunte Januar” (Allegro), ein dritter Satz als “Ewiges Andenken” (Adagio) und zum Schluss das Allegro non troppo mit dem Namen “Sturmgeläut”. Der letzte Satz ist ein hoffnungsvoller Blick in die Zukunft. Er ist Ausdruck der Vision eines politischen Umbruchs, wie sie auch in den Köpfen der heutigen Vordenker der Revolution entstanden ist. Durch den Blickwinkel der Moderne, mag uns der letzte Teil des Werkes an den erwünschten Wechsel der Jahreszeiten,  hin zu einem “arabischen Sommer”, dessen Früchte in den Herzen der Kinder der Revolution heranreifen, erinnern.

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